Mein Ausbildungsberuf war Kfz- Schlosser, diesen Beruf habe ich viele Jahre ausgeübt.
In dieser Zeit habe ich mich zu einem Kfz- Elektriker und später zum Meister für Kfz- Elektrik
weitergebildet. Ein anschließendes Fernstudium zum Ing. für Kfz- Technik konnte ich erfolgreich
abschließen.
Damit kann ich auf 30 Jahre praktische Arbeit in der Kfz- Instandhaltung zurückblicken. |
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Ein paar ganz private Gedanken zu Oldtimern, insbesondere aus meiner Erfahrung als
Gutachter für klassische Fahrzeuge:
Ein paar ganz private Gedanken zu Oldtimern, insbesondere aus meiner Erfahrung als
Gutachter für klassische Fahrzeuge:
Die Oldtimer- Szene ist sehr facettenreich. Der Besitzer eines Oldtimers kann mit seinem Fahrzeug machen, was er will,
es ist sein Eigentum.
Die Grenzen aus meiner persönlichen Sicht werden überschritten, wenn historisches Kulturgut, und dazu gehören insbesondere Vorkriegsfahrzeuge, aus Gründen der Selbstdarstellung zerstört werden.
Des weiteren kann jeder seinen Oldtimer erhalten oder restaurieren, wie er es für richtig hält. Für mich ist ein Fahrzeug,
das unrestauriert ist, genau so interessant, wie ein überrestaurierter Oldtimer. Beides und alles was dazwischen liegt, hat
seine Berechtigung. Der Tatra 57B hat noch den originalen Motor und den originalen Innenraum, beidem sieht man das
Alter von 70 Jahren an. Bei dem Renault Juva ist alles neu oder aufgearbeitet und es fehlt ihm noch der Charme eines
Oldtimers, er ist zu unpersönlich.
Ich empfehle daher, so lange wie möglich das Alte zu bewahren, der Originalzustand kommt nie wieder. Es gibt aber große
Unterschiede zwischen gepflegt und alt oder nur vernachlässigt. Wenn ein Oldtimer restauriert wird, liegt zwischen einer
75% guten Arbeit zu einer 100% guten Arbeit der doppelte Aufwand. Dieser Aufwand lohnt sich immer, wenn man mit dem
Oldtimer öfters fahren will. Vor einer Restauration sollte man sich überlegen, was man will.
Ein Oldtimer für Ausstellungen sollte so weit wie möglich original wiederhergestellt werden.
Wenn ich mit dem Oldtimer fahren will, wird es ohne Änderungen, die die Zuverlässigkeit erhöhen, nicht gehen.
Zum Beispiel, der Umbau von 6 Volt auf 12 Volt, der Einbau eines Elektrolüfters, eine elektrische Benzinpumpe
oder eine elektronische Zündanlage erhöhen den Fahrzeugwert.
Ein Fahrzeug steht sich kaputt, ein Oldtimer der nur in Ausstellungen steht, wird eine größere Oldtimerausfahrt
nicht überstehen.
Begleitfahrzeuge für Oldtimer sind bei einigen Oldtimerveranstaltungen fester und unverzichtbarer Bestandteil.
Unsere Väter sind früher ohne Servicefahrzeug ausgekommen, aber die Autos waren damals eben zum Fahren da
und waren keine Ausstellungsgegenstände.
Was ist original? Der Auslieferungszustand? Damit ist keine Harley-Davidson original: der Erste, der sich an dem Motorrad
vergreift, ist der Händler, weil er es vor Auslieferung auf Kundenwunsch umbaut.
Für mich ist auch original, in welchem Zustand sich das Fahrzeug über eine lange Periode befand.
Der Wartburg 353 erhielt in den 80er Jahren eine neue Karosserie, damit bekam er andere Entlüftungsverkleidungen
und ein anderes Armaturenbrett. Wenn der Wartburg in den Auslieferungszustand zurück gerüstet würde,
verliert er sein gewohntes Erscheinungsbild.
Meine private Auffassung ist, man sollte schon wissen, wie der Auslieferungszustand seines Oldtimers war und
was über die Zeit verändert wurde. Und man soll zu diesen Veränderungen stehen.
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Renault Juvaquatre, Bauj. 1948 wassergekühlter 4- Zylinder Reihenmotor |
Tatra 57B, Bauj. 1938, 20 PS luftgekühlter 4-Zylinder Boxermotor |
Wartburg 353, Bauj. 1973 wassergekühlter 3- Zylinder Reihenmotor |