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auch ein Renault Juvaquatre ist Super + geeignet |
Informationen zu Oldtimern und E10 Benzin Wer in seinem Oldtimer E10 Benzin tankt und anschließend fährt sollte damit keine Probleme haben. Wer E 10 Benzin ungewollt getankt hat, kann die Tankfüllung mit der Beimischung von 2-Taktöl im Verhältnis 1:100 retten. Aus meiner Sicht sind nicht nur die Verträglichkeit ein Problem, wie Dichtungen, Gummileitung oder Zinkgussvergaser. Die mangelnde Haltbarkeit des E10 Benzins ist der Grund, dass dieses Benzin im Oldtimer nicht gefahren werden ´soll. Die Haltbarkeit wird mit 2 Monaten angegeben und schon nach 1 Monat kommt es zu einer Entmischung des Benzins im Tank. Der Ethanol setzt sich am Boden ab, bildet Wasserlagen und es kann bei sommerlichen Temperaturen zum Wachstum von Bakterien und Pilzen kommen. Das Wasser und sich bildende Säuren lassen den Tank rosten. Die mangelnde Zündwilligkeit kommt dazu. Ein weiteres Problem für Fahrzeuge ohne geregelten Kat ist das Benzinluftgemisch. Aufgrund der geringen Oktanzahl von Ethanol wird das Gemisch zu mager und die Motoren zu heiß. Es muss also regelmäßig das Kerzengesicht kontrolliert werden und die Vergaser bzw. Einspritzanlage neu eingestellt werden. Für die modernen Autos ist dies mit ihren geregelten Kats kein Problem, das macht die Elektronik. das ist auch die Ursache für einen Mehrverbrauch von 3-5 % (2% gegenüber E5!). Weil aber der Staat so schön daran verdient wird alles durchgezogen. Ein weiterer Aspekt der gegen E5 und E10 spricht, sind die Anbauflächen die für Nahrungsmittel verloren gehen und die steigenden Preise für Nahrungsmittel. Nach Einführung des E10 in der USA kam es zu Hungeraufständen in Mexiko, nachweislich. | ||
Juvaquatre Benzinpumpe nach einem 1 Jahr |
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| Ein paar ganz private Gedanken zu Oldtimern, insbesondere aus meiner Erfahrung als Gutachter für klassische Fahrzeuge: |
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![]() Tatra 57B, Bauj. 1938 |
Die Oldtimer - Szene ist sehr facettenreich. Aber nicht alle Facetten werden von Einigen toleriert. Der Besitzer eines Oldtimers kann mit seinem Fahrzeug machen, was er will, es ist sein Eigentum. Die Grenzen aus meiner persönlichen Sicht werden überschritten, wenn historisches Kulturgut, und dazu gehören insbesondere Vorkriegsfahrzeuge, aus Gründen der Selbstdarstellung zerstört werden, zum Beispiel Umbau auf Replika, Fantasiefahrzeuge. Des weiteren kann jeder seinen Oldtimer erhalten oder restaurieren, wie er es für richtig hält. Für mich ist ein Fahrzeug, das unrestauriert ist, genau so interessant wie ein überrestaurierter Oldtimer. Beides und alles was dazwischen liegt, hat seine Berechtigung. Der Tatra 57B hat noch den originalen Motor und den originalen Innenraum, beidem sieht man das Alter von 70 Jahren an. Bei dem Renault Juva ist alles neu oder aufgearbeitet und es fehlt ihm noch der Charme eines Oldtimers, er ist zu unpersönlich. Ich empfehle daher, so lange wie möglich das Alte zu bewahren, der Originalzustand kommt nie wieder. Es gibt aber große Unterschiede zwischen gepflegt und alt oder nur vernachlässigt. Wenn ein Oldtimer restauriert wird, liegt zwischen einer 80% guten Arbeit zu einer 100% guten Arbeit der doppelte Aufwand. Dieser Aufwand lohnt sich immer, wenn man mit dem Oldtimer öfters fahren will. Vor einer Restauration sollte man sich überlegen, was man will. Ein Oldtimer für Ausstellungen sollte so weit wie möglich original wiederhergestellt werden. Wenn mit dem Oldtimer länge Ausfahrten geplant sind, wird es ohne Änderungen, die die Zuverlässigkeit erhöhen, nicht gehen. Zum Beispiel, der Umbau von 6 Volt auf 12 Volt, der Einbau eines Elektrolüfters, eine elektrische Benzinpumpe oder eine elektronische Zündanlage erhöhen den Fahrzeugwert. Ein Fahrzeug steht sich kaputt, ein Oldtimer der nur in Ausstellungen steht, wird eine größere Oldtimerausfahrt nicht überstehen. Begleitfahrzeuge für Oldtimer sind bei einigen größeren Oldtimerveranstaltungen fester und unverzichtbarer Bestandteil. Unsere Väter sind früher ohne Servicefahrzeug ausgekommen, aber die Autos waren damals eben zum Fahren da und waren keine Ausstellungsgegenstände. Was ist original? Der Auslieferungszustand? Damit ist keine Harley Davidson original. Der Erste, der sich an dem Motorrad vergreift, ist der Händler, weil er es vor Auslieferung auf Kundenwunsch umbaut. Für mich ist auch original, in welchem Zustand sich das Fahrzeug über eine lange Periode befand. Der Wartburg 353 erhielt in den 80er Jahren eine neue Karosserie, damit bekam er andere Entlüftungsverkleidungen und ein anderes Armaturenbrett. Wenn der Wartburg in den Auslieferungszustand zurück gerüstet würde, verliert er sein gewohntes Erscheinungsbild. Meine private Auffassung ist, man sollte schon wissen, wie der Auslieferungszustand seines Oldtimers war und was über die Zeit verändert wurde. Und man soll zu diesen Veränderungen stehen. Umbauten auf Oldtimer - Rallye Fahrzeuge, immer mal zu lesen in Oldtimerzeitschriften zum Beispiel: Oldtimer Praxis 10 / 2010, Zweiliter Escort Es gibt eine Steuerbegünstigung in Form des H - Kennzeichens, um mobiles Kulturgut zu erhalten. Dieser Escort bekam ein solches Kennzeichen, obwohl er aus meiner Sicht ein Replika ist, weil das Aussehen und die technischen Eigenschaften so weit verändert wurden, dass es mit dem Original nicht mehr viel gemein hat. Das heißt, ein H - Kennzeichen oder 07 - Kennzeichen kann eigentlich nicht erteilt werden. Für dieses Replika wurde eine originale Limousine mit einer sehr geringen Laufleistung umgebaut und ein originaler RS 2000 geschlachtet. Ich will nicht darüber richten, ob es richtig oder falsch ist und ich will ebenso ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich nichts gegen Umbauten habe, doch ein originaler RS 2000 und eine originale Limousine sind weitaus wertvoller als dieses Replika. In ein Replika wird immer mehr investiert, als er anschließend Wert ist. Sportliche und originale Fahrzeuge in einer Baureihe sind am teuersten; einen originalen RS 2000 für den Bau eines Replikas zu schlachten, ist also eine vertane Chance zur Erhaltung von Kulturgut. Oldtimer "schlachten", weil der Aufbau zu teuer ist / Oldtimer als Wertanlage Desweiteren ist es unvorteilhaft, Fahrzeuge lediglich aus dem Grund zu schlachten, dass sich eine Reparatur nicht lohnt. Nur wenn von einem Typ viele Fahrzeuge existieren, gibt es einen Markt und eine Ersatzteilproduktion. Jedes Auto, das geschlachtet oder verschrottet wird, schwächt die Szene um diesen Typ. Es ist aus meiner Sicht ein Irrglaube, Fahrzeuge zu schlachten, um den Wert der anderen verbliebenen Fahrzeuge zu erhöhen. Autos der Hersteller Porsche und Mercedes sind zahlreich und damit gibt es einen Fahrzeugmarkt und eine Ersatzteilproduktion. Wenn jetzt die Herren um Ford, Opel oder BMW meinen, mit den Ersatzteilen sei mehr Geld zu verdienen als mit den Komplettfahrzeugen, wird sich nie eine Szene wie bei MB oder Porsche entwickeln. Was gibt es noch für Fahrzeuge um Escort, Renault oder ähnliches? Im Klartext bezogen auf Oldtimer: Fahrzeuge seltener Hersteller und seltene Fahrzeugtypen sind am preiswertesten, z.B. Panhard oder Talbot, vor allem wenn es keine funktionierende Ersatzteilversorgung gibt. Fahrzeuge von bekannten Herstellern mit einer funktionierenden Ersatzteilversorgung z.B. Porsche oder Mercedes Benz, teilweise BMW, sind teurer als Fahrzeuge bekannter Hersteller ohne funktionierende Ersatzteilversorgung z.B. Opel oder Ford. Sportliche Typen und Cabrios bekannter Marken sind am teuersten, z.B. Porsche 911 Carrera RS, Limousinen und Kombis sind wesentlich preiswerter als Coupés, und Coupés sind wesentlich preiswerter als Cabrios. Niedrig motorisierte Fahrzeuge sind wesentlich billiger als diejenigen mit größerer Motorleistung. Zum Schluss: Noch immer erzielen originale Fahrzeuge, auch ein Escort 1100, den höchsten Wert, wenn sie original und gepflegt sind und eine geringe Laufleistung haben. |
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![]() Tatra 57B, 20 PS 4-Zylinder Boxermotor |
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![]() Tatra 57B Armaturenbrett |
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Renault Juvaquatre, Bauj. 1948 |
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![]() Renault Juvaquatre 4- Zylinder Reihenmotor |
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![]() Renault Juvaquatre Armaturenbrett |
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![]() Wartburg 353, Bauj. 1973 |
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![]() Wartburg 353 3- Zylinder Reihenmotor |
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![]() Wartburg 353 Armaturenbrett |
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