Kfz – Sachverständiger für historische Fahrzeuge
Dipl. – Ing. (FH) Uwe Neumann

Es wurde noch nie ein Auto für das Museum gebaut, ein Auto wird zum Fahren gebaut.
Aus diesem Grund lege ich persönlich darauf Wert, das Oldtimer gut fahren.

Motordefekt an einem neuaufgebauten Mercedes Benz W121 190SL 

Ich habe schon einige Reparaturen und Restaurationen begleitet. Des Weiteren sind Werkstätten und Oldtimerbesitzer nicht immer einer Meinung über das Ergebnis der Arbeit.
Auf Grund meiner Jahrzehnte langen Erfahrung in der Instandsetzung konnte ich mich in jedes Problem einarbeiten und lösen. 
Auf Grund meiner Ausbildung, meines Wissen über die Technik von Oldtimern und der Teilnahme an vielen Veranstaltungen, kann ich beide Seiten beraten.

Das ist ein Pleuellager eines Motors von einem Mercedes Benz W121 190SL. Nach dem Kauf eines restaurierten Fahrzeuges hielt der Motor nur wenige 100 km. Es gab an dem Motor einige Montagefehler und diese wurden ermittelt und dokumentiert.
Am Anfang ist es immer ungewiss, Einigen sich beide Parteien oder geht es vor Gericht. Eine technische Analyse, eine Dokumentation und die Darstellung, damit Laien verstehen, was bei der Instandsetzung des Motors schiefgelaufen ist.
Das ist meine Aufgabe.

Amilcar aus dem Jahr 1926

Dieser Amilcar wurde aus Cran Canaria importiert.
Über diesen Oldtimer ist nichts bekannt und auf dem ersten Blick sieht er ganz passabel aus.

Der Amilcar wurde irgendwann einmal komplett überholt und mit modernen Teilen ausgerüstet.
Das Ziel dieser Umbauten ist es, bei Ausfahrten streßfrei zu fahren, mehr Leistung zu haben und wenn etwas kaputt geht, ist es preiswert zu reparieren.


Dieser Motor passt nicht zum Baujahr und zum Hersteller Amilcar aus Frankreich.
Der Motor ist aus einem Morris Minor aus England.
Der Hubraum beträgt 1098 ccm.
Ausgeliefert wurde der Amilcar mit einem 6-Zylinder Motor.

Das Getriebe wurde geöffnet, es war fast unmöglich zu schalten und Gänge sprangen heraus.

Offensichtlich hatte der Amilcar schon länger Schaltprobleme, die Zahnräder sind sehr stark verschlissen.

Es gibt kein Typenschild nur eine Zahl und die Bezeichnung im Guss MOWOG.
MOWOG war eine englische Firma,
Morris-Wolseley-MG-Gießerei.

Das ist alles Schrott, die Nieten der Mitnehmerscheibe haben sich in die Druckplatte eingearbeitet.
Die Kupplung wurde hydraulisch betätigt und der Betätigungszylinder und Ausrückzylinder haben im Durchmesser nicht zusammengepasst.
Damit konnte die Kupplung nicht soweit betätigt werden, dass ein trennen des Motors vom Getriebe möglich war. 

Damit ein Anfahren möglich war, wurde die Kupplung so eingestellt, dass sie immer schliff. 
Bei der Übergabe nach der Restauration mag es funktioniert haben, aber nach kurzer Zeit hat sich die Kupplung abgearbeitet.